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19.11.2017

Meldung

16.03.2017: Geberit: Jahresergebnisse 2016

Sehr gute Resultate im Jahr 2016

Ein positives Umfeld in der Bauindustrie und die Integration des Keramikgeschäfts prägten das Geschäftsjahr 2016. Durch die sehr guten Resultate konnte die Position als führender Anbieter für Sanitärprodukte in Europa weiter gefestigt werden. Der Nettoumsatz nahm um 8,3% auf CHF 2809,0 Mio. zu. Das um Sondereffekte im Zusammenhang mit der Sanitec Akquisition adjustierte Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 16,2% auf CHF 686,5 Mio., die entsprechend adjustierte EBIT-Marge belief sich auf 24,4%. Das adjustierte Nettoergebnis stieg um 18,4% auf CHF 584,0 Mio. an; die adjustierte Umsatzrendite betrug 20,8%. Der adjustierte Gewinn je Aktie nahm um 19,8% auf CHF 15.85 zu. Der Free Cashflow stieg um 16,5% auf CHF 563,9 Mio. an. Der Generalversammlung wird eine gegenüber dem Vorjahr um 19,0% auf CHF 10.00 erhöhte Dividende vorgeschlagen. Der Verwaltungsrat hat zudem beschlossen, Ende des zweiten Quartals 2017 ein Aktienrückkauf-Programm zu starten.

Sehr gute Umsatzentwicklung

Wie bereits im Januar 2017 bekannt gegeben, nahm der Nettoumsatz der Geberit Gruppe im Geschäftsjahr 2016 um 8,3% auf CHF 2809,0 Mio. zu. In diesem Anstieg sind positive Währungseffekte in Höhe von CHF 18 Mio. enthalten. Bereinigt um Währungseffekte sowie um akquisitions- und desinvestitionsbedingte Effekte resultierte eine organische[*] Zunahme von 6,4%.

Organisch und in lokalen Währungen legte die grösste Region Europa 6,8% zu. Unterdurchschnittlich entwickelten sich die aussereuropäischen Regionen Nahost/Afrika (+3,5%), Amerika (+0,2%) und Fernost/Pazifik (+4,3%).

Währungsbereinigt wuchsen bei den Produktbereichen die Sanitärsysteme mit 9,2% stärker als die Rohrleitungssysteme mit 2,5%. Der Produktbereich Sanitärkeramik legte im Gesamtjahr um 4,9% zu.

Profitabilität gesteigert

Im Geschäftsjahr 2016 wurden die Ergebnisse der Geberit Gruppe wiederum von - allerdings deutlich geringer als im Vorjahr ausgefallenen - akquisitions-, desinvestitions- und integrationsbedingten Kosten und Erträgen im Zusammenhang mit der Sanitec Akquisition beeinflusst. Zur besseren Vergleichbarkeit werden deshalb adjustierte Zahlen ausgewiesen und kommentiert.

Der adjustierte operative Cashflow (adj. EBITDA) stieg um 14,6% auf CHF 794,9 Mio. und erreichte damit einen neuen Höchstwert in der Geberit Geschichte. Die adjustierte EBITDA-Marge betrug 28,3% im Vergleich zu 26,7% im Vorjahr. Fremdwährungsentwicklungen hatten keinen materiellen Einfluss auf die adjustierte EBITDA-Marge. Das adjustierte Betriebsergebnis (adj. EBIT) nahm um 16,2% auf CHF 686,5 Mio. zu, die adjustierte EBIT-Marge betrug 24,4% (Vorjahr 22,8%). Gründe für die sehr gute Entwicklung der operativen Margen waren Synergien aufgrund der Integration des Sanitec Geschäfts, das Volumenwachstum und tiefere Rohmaterialpreise, letztere trotz einem Anstieg im zweiten Halbjahr. Das adjustierte Nettoergebnis erhöhte sich um 18,4% auf CHF 584,0 Mio., was zu einer adjustierten Umsatzrendite von 20,8% (Vorjahr 19,0%) führte. Je Aktie ergab sich ein um 19,8% gesteigerter adjustierter Gewinn von CHF 15.85 (Vorjahr CHF 13.23). Ein verbessertes Finanzergebnis und eine leicht geringere Anzahl Aktien führten zu diesem im Vergleich zu den operativen Ergebnissen überproportionalen Wachstum. Der Free Cashflow stieg um 16,5% auf CHF 563,9 Mio.

Die negativen Sondereffekte als Folge der Sanitec Akquisition/Integration betrugen auf Stufe EBITDA CHF 10 Mio., auf Stufe EBIT CHF 46 Mio. und auf Stufe Nettoergebnis CHF 36 Mio. Die nicht adjustierten Werte erreichten für den EBITDA CHF 785,2 Mio., für den EBIT CHF 640,1 Mio., für das Nettoergebnis CHF 548,2 Mio. und für den Gewinn je Aktie CHF 14.88.

Solides finanzielles Fundament

Der wiederum substanzielle Beitrag aus dem Free Cashflow ermöglichte eine Fortsetzung der attraktiven Dividendenpolitik und weitere Aktienrückkäufe bei gleichzeitiger Beibehaltung des sehr gesunden finanziellen Fundaments der Gruppe. Die Bilanzsumme erhöhte sich von CHF 3553,8 Mio. auf CHF 3601,1 Mio. Die liquiden Mittel nahmen von CHF 459,6 Mio. auf CHF 509,7 Mio. zu.

Daneben standen nicht beanspruchte Betriebskreditlinien für das operative Geschäft in Höhe von CHF 340,6 Mio. zur Verfügung. Die Finanzverbindlichkeiten konnten auf CHF 970,9 Mio. (Vorjahr CHF 1139,2 Mio.) reduziert werden. Daraus resultierte per Ende 2016 eine Abnahme der Netto­Schulden um CHF 218,4 Mio. auf CHF 461,2 Mio. Die Eigenkapitalquote erreichte sehr solide 45,4% (Vorjahr 41,7%). Bezogen auf das durchschnittliche Eigenkapital betrug die adjustierte Eigenkapitalrendite (ROE) 38,3% (Vorjahr 32,2%). Die adjustierte Rendite auf dem durchschnittlichen investierten Betriebskapital (ROIC) erreichte 21,5% (Vorjahr 20,1%).

Auf der Basis des soliden finanziellen Fundaments hat der Verwaltungsrat beschlossen, im Rahmen eines über maximal drei Jahre laufenden Aktienrückkauf-Programms Aktien im Betrag von maximal CHF 450 Mio. zurückzukaufen. Das Programm soll Ende des zweiten Quartals 2017 gestartet werden.

Erneut erhöhte Ausschüttung

Der Verwaltungsrat will die Aktionäre an der sehr guten Geschäftsentwicklung teilhaben lassen und hält an der attraktiven Ausschüttungspolitik der Vorjahre fest. Der Generalversammlung wird deshalb eine gegenüber dem Vorjahr um 19,0% auf CHF 10.00 erhöhte Dividende vorgeschlagen. Die Ausschüttungsquote von 63,4% des adjustierten Nettoergebnisses liegt im oberen Bereich der durch den Verwaltungsrat definierten Bandbreite von 50 bis 70%.

Status Sanitec Integration

Die im zweiten Quartal 2015 gestarteten Integrationsaktivitäten verliefen auch im Berichtsjahr plangemäss. Seit dem 1. Januar 2016 treten Geberit und die früheren Sanitec Einheiten im Vertrieb in allen Märkten als ein Unternehmen mit gemeinsamen Bestell- und Rechnungstellungsprozessen auf. Des Weiteren lag der Fokus im Jahr 2016 auf der Harmonisierung der Prozesse und Systeme sowie der Realisierung von Synergien.

Ausblick 2017

Die Bauindustrie sollte sich im Jahr 2017 positiv entwickeln. Die Entwicklung der einzelnen Regionen/Märkte und Bausektoren wird jedoch weiterhin stark unterschiedlich verlaufen. In Europa sollte sich die im Vorjahr einsetzende Erholung fortsetzen. Für Deutschland, die nordischen Länder, die Schweiz, Österreich, Frankreich, die Benelux-Länder und die osteuropäischen Länder insgesamt wird ein positives Marktumfeld erwartet. Die Situation in Italien sollte sich stabilisieren, während die Lage in Grossbritannien aufgrund des Brexits unsicher bleiben wird. In Nordamerika werden im für das Geberit Geschäft in den USA wichtigen öffentlichen Bausektor eine Stagnation und ein moderates Wachstum im Wohnungsbau vorhergesagt. In der Region Fernost/Pazifik sollte sich der chinesische Wohnungsbau stabilisieren; für Australien und Indien werden positive Rahmenbedingungen erwartet. In der Region Nahost/Afrika bleiben die Aussichten für Südafrika intakt, während in den Golfstaaten als Folge des tiefen Erdölpreises die Aktivitäten in der Bauindustrie weiterhin auf tiefem Niveau verharren werden. Schwankungen beim Schweizer Franken im Vergleich mit anderen wichtigen Währungen der Geberit Gruppe werden Umsatz und Ergebnisse weiterhin beeinflussen. Die Rohmaterialpreise dürften sich im ersten Halbjahr 2017 über denjenigen der Vorjahresperiode bewegen, hauptsächlich getrieben durch höhere Preise bei den industriellen Metallen und - in geringerem Ausmass - bei den Kunststoffen.

Das Geschäftsjahr 2017 wird für die Geberit Gruppe durch weitere Fortschritte bei der Integration des Keramikgeschäfts geprägt sein. Ein Fokus soll dem weiteren Zusammenwachsen der Vertriebsmannschaften in den Ländern gelten; zudem soll das Augenmerk auf die weitere Harmonisierung der Systeme und Prozesse, auf die Weiterentwicklung des Produktsortiments sowie auf kontinuierliche Verbesserungen bei der Keramikfertigung gelegt werden. Ebenso grosse Bedeutung soll jedoch dem Tagesgeschäft beigemessen werden. Ziel soll es sein, in allen Märkten überzeugende Leistungen zu erbringen und wie in den Vorjahren Marktanteile zu gewinnen. Die in den letzten Jahren neu eingeführten Produkte sollen forciert vermarktet werden. Märkte, in denen Geberit Produkte oder Technologien noch untervertreten sind, sollen stärker penetriert und das vielversprechende Dusch-WC-Geschäft weiter ausgebaut werden. Entsprechend der Geberit Strategie sollen parallel dazu die Geschäftsprozesse kontinuierlich optimiert werden. Verwaltungsrat und Konzernleitung sind überzeugt, für die bevorstehenden Chancen und Herausforderungen sehr gut gerüstet zu sein. Die Chancen, welche die Kombination von technischem Know-how im Bereich der Sanitärtechnik «hinter der Wand» und der Designkompetenz «vor der Wand» bietet, sollen dezidiert wahrgenommen werden. Wesentlich für den künftigen Erfolg sind die erfahrenen und hoch motivierten Mitarbeitenden, eine Reihe von Erfolg versprechenden und in den letzten Jahren eingeführten Produkten sowie Produktideen für die weitere Zukunft, die schlanke und marktorientierte Organisation, die etablierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Marktpartnern im Handel und im Handwerk sowie das solide finanzielle Fundament der Gruppe.

Weitere Auskünfte erteilen:

Geberit AG
Schachenstrasse 77, CH-8645 Jona

[*] Organisch: bereinigt um den Nettoumsatz Januar 2016 von Sanitec und den Nettoumsatz des zweiten Halbjahres 2015 der verkauften Koralle Gruppe (netto CHF 32 Mio.)

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