Denkschubser   |   

Der Rechnungshof ist der zahnlose Mund, aus dem der Steuerzahler "Au!" schreit.    Helmar Nahr

17.12.2017

Meldung

02.03.2017: Die SHK-Branche braucht endlich mehr Mut! Ist der Stundenverrechnungssatz noch zeitgemäß?

Verbrennen Sie nicht weiter Ihr Geld!

Abrechnung mit Arbeitswerten statt mit Stundenverrechnungssatz

„Um Gottes Willen“ war die erste Reaktion der Mitarbeiter in einem SHK-Unternehmen in Nordrhein Westfalen, als die Entscheidung pro Arbeitswerte (AW) gefallen war. Ein Jahr später hat sich gezeigt, dass lediglich fünf Kunden im Büro rückfragten, weil sie das Arbeitswerte-System nicht verstanden hatten. Die Akzeptanz der Kunden für Arbeitswerte war überraschend für die Mitarbeiter. Unsere Branche sollte endlich den Mut für die Umstellung auf Arbeitswerte aufbringen. Dieser Mut wird sich für die Unternehmen lohnen.

Kundenvorteil/Kundennachteil

In Norddeutschland hat ein SHK-Unternehmen durch die Umstellung auf Arbeitswerte seinen Stundenverrechnungssatz von 45 Euro auf 62 Euro erhöht. Nur drei Kunden riefen an, um den höheren Stundenverrechnungssatz zu monieren. Der Unternehmer konnte den Kunden verständlich machen, dass die Abrechnung nach Arbeitswerten für sie von Vorteil ist, da bei der taktgenauen Berechnung nur die tatsächliche Zeit in Rechnung gestellt wird. Dagegen sind die in der Branche bevorzugten halbstündigen Mindestpauschalen eher zum Kundennachteil.

Vergleichbarkeit im Internet

Die Anpassung der Stundenverrechnungssätze sollte für die Unternehmen unserer Branche ganz oben auf der Agenda stehen. Aufschläge auf das Material werden sich aufgrund der Vergleichbarkeit im Internet immer schwerer durchsetzen lassen. Auf kostendeckende und gewinnbringende Stundenverrechnungssätze wird sich die Branche nicht verständigen. Dieser Illusion sollten sich die Unternehmen nicht länger hingeben.

Die innovativen Betriebe sind dabei mutig und entschlossen alternative Abrechnungsformen umzusetzen. Immer mehr setzt sich die Abrechnung der Arbeitszeit nach Arbeitswerten (AW) durch. Das Verfahren kommt ursprünglich aus der Kfz-Branche und eignet sich auch für SHK-Betriebe. In anderen Branchen ist es schon längst üblich, kleinere und kleinste „Verpackungseinheiten“ zu wählen. Die Leistung wird nicht mehr nach Stunden abgerechnet, sondern im Sinne der Kunden „taktgenau“. In der Regel wird die Arbeitsstunde in Arbeitswerte von z.B. fünf, zehn oder 15 Minuten zerlegt.

Die wichtigsten Vorteile

Die Abrechnung nach Arbeitswerten bietet bedeutende Vorteile.

 1. Die Akzeptanz bei den Kunden ist höher. Sie haben das Gefühl, bei sechs Einheiten, beispielsweise a` 9,75 Euro „mehr für weniger“ zu bekommen, als wenn sie eine Stunde zur 58,50 Euro bezahlen sollen.

 2. Viele Kunden schauen genau auf die Uhr, wie lange der Mitarbeiter im Hause war und fühlen sich durch die taktgenaue Abrechnung fair behandelt.

3. Unterschiedlich bewertete Einsätze von Meister, Monteur, Azubi, Fahrzeugen und Werkzeugen lassen sich transparenter darstellen.

4. Preissteigerungen lassen sich leichter durchsetzen. Dies führt zur Steigerung des Umsatzes und des Ertrags.

Der größte Vorteil besteht darin, dass die Abrechnung nach Arbeitswerten von einem auf den anderen Tag umgestellt werden kann. Voraussetzung dafür ist die Vorbereitung, Festlegung der Werte und die Einführung der Mitarbeiter in das System.

Das „alte System Stundenverrechnungssatz“

Monteure welche seit vielen Jahren mit AW arbeiten, wollen keinesfalls mehr in das alte System Stundenverrechnungssatz zurückkehren. Vielmehr schätzen sie die Möglichkeit, die Abrechnung beim Kunden taktgenau vorzunehmen und damit möglichen Beschwerden oder Reklamationen vorzubeugen.

Das System der Arbeitswerte wird in unserer Branche den Missstand der zu niedrigen Stundenverrechnungssätze beseitigen. Die selbstbewussten und entschlossenen Unternehmen werden vorangehen. Die Zweifler werden das Problem mit in die Zukunft nehmen.

Zögerliches und mutloses Verhalten wird sehr schmerzhaft sein. Denn Leistung und Gegenleistung sollten stimmen. Wenn ein Gast in einem Lokal eine Flasche Wein für 35 Euro bestellt, so weiß und toleriert er es auch, dass der Wirt diese für zehn Euro einkauft. Wenn wir SHK-Unternehmer Wirt wären, würden wir die Flasche für elf Euro verkaufen und noch eine halbvolle in Zahlung nehmen, nur damit der Gast seinen Wein bei uns trinkt. Das höchste Glück wäre es dann für uns, wenn er noch eine Erbsensuppe bestellen würde, obwohl wir an dieser auch nichts verdienen. Im kaufmännischen Verantwortungsbereich haben wir „renovierungsbedarf“. Mehr unternehmerisches Denken und unternehmerische Offensive sollten auf die Tagesordnung.

Der Autor Gregor Grüneboom von Grüneboom innovativ führt selbst ein SHK-Unternehmen in Nordrhein-Westfalen und hat sich auf die Vermittlung seines Arbeitswerte-Systems spezialisiert. Er setzt das Konzept in den Unternehmen um und „nimmt auch die Mitarbeiter mit“.

Der nächste Info-Workshop findet am 22. September 2017 von 12-16.00 Uhr in Hamminkeln-Mehrhoog statt.



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